Weiterbildung Sexualpädagogik

Termin

Mi, 27. Jan 2027 - Mi, 17. Mai 2028

Ort

Divers : Haus Klara (Würzburg) Religionspädagogisches Zentrum (Heilsbronn) Aktion Jugendschutz (München)

Verfügbare Plätze:

Anmeldung

Kurze Info und Inhalt

In dieser Weiterbildung erhalten die Teilnehmer*innen eine umfassende Qualifikation, um sexualpädagogisch mit Kindern und Jugendlichen arbeiten zu können. In acht jeweils zweitägigen Modulen in Präsenz (plus einem Online-Modul) werden relevante Bausteine der Sexuellen Bildung vermittelt. Neben theoretischen Inputs werden praktische und interaktive Methoden erarbeitet, mittels derer die Inhalte an die Zielgruppe Kinder und Jugendliche weitergegeben werden können. Außerdem sollen die Teilnehmer*innen befähigt werden, Multiplikator*innen-Schulungen durchzuführen. Sie schließen nach einem am Ende der Weiterbildung vorgestellten Praxisprojekt mit dem Zertifikat „Sexualpädagog*in (aj)“ ab.

TN min/max: 16/20

Bitte geben Sie besondere Wünsche bei der Verpflegung unter "Anmerkungen" an.

Programm


Modul 1 Einführung in die Sexual-pädagogik/Sexuelle Bildung 27./28.01.27
Modul 2 Körper- und Sexualaufklärung 09./10.03.27
Modul 3 Geschlechtersensible Sexuelle Bildung 09./10.06.27
Modul 4 Sexualität und Medien 20./21.09.27
Modul 5 Sexuelle und geschlechtliche Vielfalt 24./25.11.27
Zusatz-modul Kritische Geschichte der Sexualpädagogik 18./25.01.28
Modul 6 Kultursensible Sexuelle Bildung 24./25.02.28
Modul 7 Prävention sexualisierter Gewalt 29./30.03.28
Modul 8 Abschluss, Kolloquium, Ausblick 16./17.05.28


27./28.01.2027 | Haus Klara Würzburg
Modul 1 (1. Tag 6,5 h, 2. Tag 6,5 h, insgesamt 13 Zeitstunden)
Einführung in die Sexuelle Bildung/Kindliche Sexualität
Sexualität ist allgegenwärtig und hat wechselseitigen Einfluss auf alle Lebensbereiche, unabhängig von Alter, Herkunft und Geschlecht. Sexualpädagogik ist damit ein Querschnittsthema, das kontinuierlich in den Alltag der Kinder, Jugendlichen und Fachkräfte einfließen sollte, sowohl anlassbezogen als auch projektorientiert.
In dieser Grundlagenfortbildung werden der Begriff und die Geschichte, sowie wesentliche Aspekte der Sexualpädagogik besprochen. Ergänzend dazu wird ihre strukturelle Verankerung innerhalb der pädagogischen Landschaft und die Tätigkeitsfelder von Sexualpädagog*innen beleuchtet.
Die Teilnehmer*innen haben Gelegenheit, ihre eigene Haltung zu reflektieren und die Gruppe kennenzulernen.
Inhaltlich steigen wir am zweiten Tag in das Themenfeld Kindliche Sexualität ein.
Inhalte:
• Was bedeutet Sexualität?
• Begriff und Geschichte der Sexualpädagogik
• Spannungsfeld Sexualpädagogik/Prävention sexualisierter Gewalt
• Auseinandersetzung mit der eigenen sexuellen Biografie
• Auftragsklärung: wie sehe ich meine Rolle als Sexualpädagog*in?
• Kennenlernen der Gruppe
• Kennenlernen des Fortbildungskonzeptes
• Sexuelle Wesen von Anfang an: die psychosexuelle Entwicklung von Kindern mit und ohne Behinderung
• Sexualaufklärung für Kinder
• Sexualpädagogik und Kinderschutz
• Kindliche Sexualität und Elternarbeit


09./10.03.2027 | Religionspädagogisches Zentrum Heilsbronn
Modul 2 (1. Tag 8,5 h, 2. Tag 6,5 h, insgesamt 15 Zeitstunden)
Körper- und Sexualaufklärung für Jugendliche/Methoden der sexualpädagogischen Gruppenarbeit
Ein wesentlicher Bestandteil der Sexualpädagogik bleibt die altersangemessene Körper- und Sexualaufklärung für Jugendliche. Mit den körperlichen und seelischen Veränderungen vor und während der Pubertät wächst auch der Informationsbedarf. Viele Jugendliche sind sehr verunsichert und begutachten ihre eigene Entwicklung und die der Gleichaltrigen sehr kritisch. Innerhalb der Peer niederschwellig, in einem geschützten Rahmen zum Thema Sexualität ins Gespräch zu kommen, ist ein rares und wichtiges Gut. Sexualpädagog*innen können Jugendliche dabei begleiten. In diesem Modul geht es um relevantes Fachwissen rund um weibliche und männliche Anatomie sowie Methoden der sexualpädagogischen Gruppenarbeit.
Inhalte:
• Die psychosexuelle Entwicklung von Jugendlichen mit und ohne Behinderung
• Auseinandersetzung mit der „mangelhaften“ Sprache über die Sexualität
• Altersgerechte Vermittlung von Grundwissen zur körperlichen Entwicklung von Jungen und Mädchen, weibliche und männliche Anatomie
• Fruchtbarkeit und Schwangerschaft
• Hygiene
• Methoden für die sexualpädagogische Gruppenarbeit
• Gängige Verhütungsmittel, Vor- und Nachteile, Sicherheit
• Prävention von sexuell übertragbaren Krankheiten


09./10.06.2027 | Aktion Jugendschutz Landesarbeitstelle Bayern, München
Modul 3 (1. Tag 6,5 h, 2. Tag 6,5 h, insgesamt 13 Zeitstunden)
Geschlechtersensible Sexuelle Bildung
Tag 1: Schwerpunkt ♀
Mädchen haben viele Fragen zu Sex, Lust und Partnerschaft. Daneben beschäftigen sie frauenspezifischere Themen wie Menstruation, Monatshygiene und weibliche Fruchtbarkeit. Im Gegensatz zu Jungen, die von klein auf völlig selbstverständlich ständig ihren Penis sehen und anfassen, haben sich viele Mädchen erst sehr wenig mit ihrer Vulva und Vagina beschäftigt, wissen nicht, wie ihre äußeren Genitalien aussehen und sind nicht sattelfest in der weiblichen Anatomie.
Mädchen und Frauen werden im Ausdruck ihrer Sexualität schnell bewertet, dabei geht es immer auch um die Kontrolle der weiblichen Sexualität.
Das Tabu der lustbetonten, selbstbestimmten Sexualität von Mädchen und Frauen aufzuweichen und deren Selbstwahrnehmung und Selbstwertgefühl dahingehend zu stärken, eigene Bedürfnisse zuzulassen und zu erfüllen, dabei eigene Grenzen und die anderer wahrzunehmen, ist wesentlicher Teil der Sexualpädagogik mit Mädchen.
Inhalte:
• Ängste, Unsicherheiten und Erwartungsdruck bei Mädchen in der Pubertät
• Mädchenspezifische Themen in sexualpädagogischen Veranstaltungen
• Genderspezfische Aspekte in der Sexualaufklärung für Mädchen
• Mythos Jungfernhäutchen
• Das eigene Tempo finden – Beziehungen einvernehmlich gestalten
• Der Lustaspekt in der sexualpädagogischen Arbeit mit Mädchen

Tag 2: Schwerpunkt ♂
Wenn es um das Thema Sexualität geht, sind Jungen oft verunsichert, mitunter auch herausfordernd für ihr Umfeld. Die soziosexuelle Entwicklung ist dadurch geprägt, wie die Jungen ihre Geschlechterrolle ausfüllen wollen und welche Erwartungen dabei an sie gestellt werden. So stehen auch männlich gelesene Heranwachsende unter dem Druck, ihr Aussehen zu optimieren. Über Fitness-Foren geraten sie dabei oft in den Wirkbereich der Manosphere, die eine natürliche Überlegenheit der Männer gegenüber Frauen propagiert, antifeministisch und homophob angelegt und teilweise politisch radikalisiert ist.
Vor diesem Hintergrund kommt pädagogischen Fachkräften eine besondere Rolle zu.
Ziel dieses Moduls ist, die eigene Haltung zu reflektieren und mehr Sicherheit im Umgang mit Jungen bei sexualpädagogischen Veranstaltungen zu bekommen.

Inhalte:
• Ängste und Unsicherheiten von Jungen in der Pubertät
• Wenn nicht verhandelbare Werte verhandelt werden müssen – Haltung wahren am Beispiel Homophobie
• Manosphere, Looksmaxxing, Incels & Co – neue Trends und neue Herausforderungen
• Jungengesundheit – ein vernachlässigtes Thema bei pädagogischen Fachkräften und den Jungen selber
• Männliche Beschneidung


20./21.09.2027 | Religionspädagogisches Zentrum Heilsbronn
Modul 4 (1. Tag 8,5 h, 2. Tag 6,5 h, insgesamt 15 Zeitstunden)
Sexualität und Medien
Tag 1: Schwerpunkt Medien und Geschlechterrollen
Die intensive und selbstverständliche Nutzung digitaler Medien in ihrer Vielfalt beeinflusst die Entwicklung der sexuellen Identität Jugendlicher. Sie informieren sich über sexuelle Vorgänge, Geschlechterrollenbilder und Verhütung bis hin zu sexuellen Praktiken, sie testen ihre sexuelle Orientierung und sammeln sexuelle Erfahrungen auch in der virtuellen Welt. Neben qualitativ hochwertigen Angeboten, die Jugendliche im Netz finden, stoßen sie dabei auch auf jugendgefährdende Inhalte und sexualisierte Gewalt. In diesem Seminar wird Ihnen Grundlagenwissen zur Entwicklung der sexuellen Identität in Zusammenhang mit der Mediennutzung Jugendlicher vermittelt.
Inhalte:
• Geschlechterspezifisches Mediennutzungsverhalten - von Mutproben, Neugier und Gruppendruck
• Medien als Quelle sexueller Bildung
• Geschlechterrollenbilder in den Medien
• Sexting, Cyber-Grooming und Victim Blaming
• Sicherheit im Netz
• Praktische Methoden für die Arbeit mit Jugendlichen zum Thema

Tag 2: Schwerpunkt Pornografie
An pornografisches Material heranzukommen, ist für Jugendliche, gleich welchen Alters, kein Problem mehr. Vor allem Jungen nutzen diese Möglichkeit. Eine überwiegende Mehrheit der Jungen konsumiert Pornos, sei es gezielt und bewusst, sei es, dass Clips im Freundeskreis herumgezeigt werden, sei es, dass sie ungewollt damit konfrontiert werden. Auch etwa ein Drittel der Mädchen kommt mit Pornografie in Berührung. Der erste Kontakt beginnt in der Regel in der Pubertät.
Wie aber wird die soziosexuelle Entwicklung von Jungen und Mädchen dadurch beeinflusst? Verändert sich durch Pornografie das Sexualverhalten und das Verhältnis der Geschlechter? Wie kann man das Thema pädagogisch aufgreifen und mit den Jugendlichen ins Gespräch kommen? Wann und wie ist der Jugendschutz gefordert?
Inhalte:
• Erkenntnisse aus aktuellen Studien zum Pornokonsum von Jugendlichen
• Bestandsaufnahme mit aktuellen Beispielen: was genau Kinder und Jugendliche im Netz sehen
• Erfahrungen aus dem sexualpädagogischen Alltag: wie Pornos Druck und Verunsicherung aufbauen
• Pädagogische Ansätze in der Arbeit mit Jugendlichen zum Thema Pornografie
• Pornografie und Recht: was Fachkräfte und Jugendliche wissen sollten


24./25.11.27 | Aktion Jugendschutz Landesarbeitstelle Bayern, München
Modul 5 (1. Tag 6,5 h, 2. Tag 6,5 h, insgesamt 13 Zeitstunden)
Sexuelle und geschlechtliche Vielfalt
LGBTQIA+ (lesbian, gay, bisexual, transgender, queer, intersexual, asexual and others) bezeichnet ein Sammelbecken sexueller Identitäten abseits des heteronormativen Mainstreams. Dabei ist der Anteil an der Gesamtbevölkerung gar nicht mal klein – allein der LGBT-Anteil macht laut Dalia-Studie in Deutschland 7,4 % aus. Diese Gruppe verdient unser besonderes Augenmerk in der sexualpädagogischen Arbeit – zum einen schlichtweg darum, weil sie und ihre Lebenswelt viel zu oft unberücksichtigt bleiben. Zum anderen laufen alle Personen, die nicht heteronormativ leben, größere Gefahr, diskriminiert, ausgegrenzt und Opfer sexualisierter Gewalt zu werden. Zu allen anspruchsvollen Aufgaben, die Jugendliche während ihrer Identitätsfindung ohnehin schon haben, kommen bei LGBTQIA+-Jugendlichen noch die Probleme hinzu, die ihnen die Gesellschaft aufgrund ihrer sexuellen Identität machen - und die werden von den Betroffenen sogar vorrangig empfunden. In diesem Modul geht es darum, wie mit Jugendlichen die Vision einer Atmosphäre individueller selbstbestimmter Sexualität entwickelt werden kann, in der Menschen neugierig und interessiert, und nicht vorurteilsbeladen und abwertend miteinander ins Gespräch kommen.
Inhalte:
• Sexuelle Identität und Vielfalt
• Hintergrundwissen über die Lebenswelt der LGBTQIA+
• Die psychosexuelle Entwicklung von Jugendlichen, die nicht der Heteronormativität entsprechen
• Kultur- und geschlechtersensible sexuelle Bildung
• Medizinisches und juristisches Hintergrundwissen
• Sexualpädagogik und Antidiskriminierungsarbeit
• Methoden für die sexualpädagogische Gruppenarbeit


18.01.28 und 25.01.28 | online
Zusatzmodule (2 x 4 h)
Kritische Geschichte der Sexualpädagogik
Die heutige Sexualpädagogik sieht sich immer wieder dem Vorwurf ausgesetzt, pädokriminellen Tätern das Feld zu bereiten und eine grenzverletzende Sexualkultur zu etablieren.
Belegt wird dies sehr oft mit Hinweisen auf das Wirken Helmut Kentlers (1928 – 2008), der einerseits als ein wesentlicher Begründer der „emanzipatorischen Sexualpädagogik“ gilt, tatsächlich aber auch Täter und Teil eines Missbrauchsnetzwerks war. So hat er in den 80er Jahren des vorigen Jahrhunderts, u.a. mit Wissen des Berliner Senats, straffällige Jugendliche pädokriminellen Männern zugeführt. Spätestens 1989 war das Wissen darüber auch einer breiten Fachöffentlichkeit zugänglich, denn Kentler schrieb offen darüber in seinem Fachbuch „Leihväter“.
Kentler war nicht der einzige umstrittene Akteur – auch andere Personen und Institutionen haben seit den 70er bis in die 2000er Jahre hinein kindliche Sexualität nur unzureichend von derer Erwachsener abgegrenzt und somit sexuelle Gewalt gegen Kinder begünstigt und legitimiert.
Die meisten Akteure und Institutionen haben längst mit der Aufarbeitung begonnen und sich hinreichend positioniert.
Für alle Fachkräfte, die innerhalb der Sexuellen Bildung tätig sind, ist es unabdingbar, sich mit der Historie zu beschäftigen und entsprechendes Hintergrundwissen zu haben - auch um sich vor etwaigen Pauschalangriffen schützen zu können.


24./25.02.28 | Religionspädagogisches Zentrum Heilsbronn
Modul 6 (1. Tag 8,5 h, 2. Tag 6,5 h, insgesamt 15 Zeitstunden)
Kultursensible Sexuelle Bildung
Wie die aktuelle BIÖG-Studie zur Jugendsexualität zeigt, sind für viele Jugendliche mit und ohne Migrationsgeschichte passende Ansprechpartner*innen zu Fragen der Sexualität nicht leicht zu finden.
Deshalb kommt der kultursensiblen Sexualpädagogik besondere Bedeutung zu. Sie zielt neben grundlegenden Aspekten der sexuellen Bildung auf gegenseitigen Respekt und Empathie. Diese, zusammen mit der Reflexion der eigenen Identität, sind Voraussetzungen einer selbstbestimmten Sexualität und helfen, ungewollte Grenzverletzungen zu vermeiden.

Schwerpunkte dieses Moduls sind Haltung, Selbstreflexion sowie der fachliche Austausch, außerdem Inputs und spezifische Methoden zur interkulturellen Sexualpädagogik.
Religionen prägen Kulturen entscheidend. Aufgrund der Komplexität des Themas beschränken wir uns auf den Einfluss der abrahamitischen Religionen (Christentum, Islam, Judentum).
Inhalte:
• Die eigene sexuelle und kulturelle Biografie
• Sind Religionen lustfeindlich?
• Geschlechterrollenbilder in verschiedenen Kulturen
• Die Heterogenität in den Milieus
• Körper- und Sexualaufklärung in interkulturellen Gruppen
• Methoden in der interkulturellen Sexualpädagogik
• Die eigene sexuelle Identität finden – psychosexuelle Entwicklung von Jugendlichen mit und ohne Migrationsgeschichte
• Wenn nicht verhandelbare Werte verhandelt werden müssen – Sexualität und Menschenrechte
• Das Projekt „Heroes“ als Türöffner


29./30.03.28 | Aktion Jugendschutz Landesarbeitstelle Bayern, München
Modul 7 (1. Tag 8,5 h, 2. Tag 6,5 h, insgesamt 15 Zeitstunden)
Prävention sexualisierter Gewalt
Die Fortbildung zur Prävention sexualisierter Gewalt mit Fokus auf die Schutzkonzepte schließt Aspekte der Sexualpädagogik mit ein. Wissen über körperliche Vorgänge, das Wahrnehmen der eigenen Wünsche, das Kenntlichmachen und Respektieren der eigenen Grenzen und derer anderer, Empathie und eine ausgeprägte Verhandlungsmoral sind wichtige Bausteine sexueller Selbstbestimmung. Sie bilden nebenbei den Grundstein für eine Prävention gegen sexualisierte Gewalt.
Im weiteren Verlauf werden die Teilnehmenden für sexuelle Grenzverletzungen unter und gegenüber Kindern und Jugendlichen sensibilisiert. Es wird darauf eingegangen, wie die Fachkräfte im konkreten Fall reagieren können. Aufbauend auf eine Risikoanalyse für die Einrichtung wird aufgezeigt, wie Präventionsmaßnahmen erarbeitet und in das sexualpädagogische Konzept bzw. Schutzkonzept eingebettet werden können.

Inhalte:
• Aussagen der polizeilichen Kriminalstatistik über sexuellen Missbrauch
• Einschätzung und Unterscheidung von Situationen im Grenzbereich von sexueller Aktivität und Übergriff, gewollter und ungewollter Grenzverletzungen
• Gesetzliche Grundlagen im Strafgesetzbuch
• Zahlen, Daten, Fakten – Hintergründe zu sexualisierter Gewalt
• Besondere Gefährdungslage bei Kindern und Jugendlichen mit Behinderung
• Innerpsychische Dynamik von Betroffenen, Täter*innen und mittelbar Betroffenen
• Strategien der Täterinnen und Täter
• Peer Violence
• Folgen sexualisierter Gewalt
• Was tun bei Verdacht eines sexuellen Übergriffs?
• Risikoanalyse für die Einrichtung
• Entwicklung eines Schutzkonzeptes: Konkrete Präventionsmaßnahmen gegen sexualisierte Gewalt in der Einrichtung
• Elternarbeit


16./17.05.28 | Haus Klara Würzburg
Modul 8 (1. Tag 6,5 h, 2. Tag 6,5 h, insgesamt 13 Zeitstunden)
Abschluss, Praxisprojektvorstellungen, Ausblick
Nach 16 Monaten schließen die Teilnehmer*innen die Weiterbildung mit dem Titel „Sexualpädgog*in (aj)“ ab.
Die Teilnehmer*innen präsentieren ihre Projekte. Rückmeldungen aus der Gruppe zu besonderen Stärken der einzelnen Teilnehmer*innen können diesen helfen, eine realistische, passende und ressourcenorientierte Zukunftsperspektive in sexualpädagogischen Kontexten zu entwickeln. Darüber hinaus wird noch einmal der Weg zum Qualitätssiegel Sexualpädagog*in der gsp beschrieben. Die Gruppe verabschiedet sich, die Vernetzung der Sexualpädagog*innen in Bayern wird vorangetrieben.
Inhalte:
• Projektpräsentationen
• Ausblick zu individuellen sexualpädagogischen Einsatzfeldern
• Abschied und Vernetzung


Bitte geben Sie besondere Wünsche bei der Verpflegung unter "Anmerkungen" an.