Die Manosphere – Red Pill-Content und verunsicherte Männlichkeiten
Kurze Info und Inhalt
Die Manosphere verbreitet toxische Männlichkeitsbilder, die auf der Vorstellung einer naturgegebenen Überlegenheit von Männern über Frauen und andere Geschlechter basieren. Unterstützt wird sie von der Incel-Bewegung (unfreiwillig zölibatär lebende junge Männer), die wie die Manosphere enge Verbindungen zur rechten Szene aufweist. Der Einstieg erfolgt oft schleichend über Fitness-Portale in sozialen Medien. Diese füttern den Algorithmus und liefern nach und nach immer mehr sogenannten „Red Pill“-Content. Zu den bekannten Gesichtern der Manosphere zählen Andrew Tate, Hamza und Politiker wie Maximilian Krah. „Anstatt Männern zu helfen, zu heilen und zu wachsen, nährt es genau den Schmerz, dem sie zu entkommen versuchen“, kommentierte ein Nutzer unter einem YouTube-Video zum Thema. Die Folgen sind oft selbstzerstörerisches Verhalten und Gewalt, vor allem gegen Frauen, bis hin zu Femiziden. In dieser zweitägigen Fortbildung werden die Hintergründe der Manosphere beleuchtet und Ansätze für einen erzieherischen Jugendschutz erarbeitet.
Dienstag, 01.12.2026, 11:00 – 18:00 Uhr
Mittwoch, 02.12.2026, 09:00 – 16:30 Uhr
TN min/max: 10/16
Programm
• Hintergründe der Manosphere-Bewegung
• Hegemoniale Männlichkeit
• Traditionelle Männlichkeit und ihre toxischen Anteile
• Geschlechterrollen im Wandel und die Verunsicherung junger Männer
• Die weibliche Entsprechung: Tradwifes
• Beispiele aus den Social Media
• Alternative Männlichkeiten
• Pädagogische Ansätze für den erzieherischen Jugendschutz
Webgeschreibung
Aktion Jugendschutz, Landesarbeitsstelle Bayern e.V.
