proJugend 2/21: Trans* - Identitätsfindung junger Menschen jenseits der Heteronormativität

15.07.2021

proJugend 2/21:  Trans* - Identitätsfindung junger Menschen jenseits der Heteronormativität

Manche Kinder und Jugendliche erleben das ihnen bei der Geburt zugewiesene Geschlecht als nicht passend, und stellen es zu unterschiedlichen Zeitpunkten im Lebenslauf in Frage. Bei der Entwicklung ihrer Identität stoßen sie dabei nicht selten auf Unsicherheiten und Widerstände, denn sie passen nicht zu der Vorstellung von sexueller Identität in einer heteronormativen, binär auf Mann und Frau ausgerichteten Mehrheitsgesellschaft. Dieses Heft beleuchtet, wie Einrichtungen und Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe diesen Menschen Unterstützung geben können.

Für viele Menschen, die sich eins mit ihrem biologischen Geschlecht fühlen, also cis-gender sind, ist Trans* ein Thema, das weit weg von ihrer Lebensrealität scheint. Das liegt sicher auch daran, dass es für sie selbstverständlich und völlig unproblematisch ist, mit der Zuweisung „Frau“ oder „Mann“ in der Öffentlichkeit wahrgenommen zu werden. Diejenigen aber, die sich außerhalb der Heteronormativität verorten, erleben immer wieder, dass ihre sexuelle Identität hinterfragt wird, dass sie sich erklären müssen, dass sie sich darum verletzlich fühlen, dass sie diskriminiert werden und Gewalterfahrungen machen müssen. Nicht nur, dass der psychosexuelle Entwicklungsprozess jugendlicher Trans*-Personen von Selbstzweifel und Unsicherheit geprägt ist, erleben sie die Reaktionen des sozialen Umfelds oft als negativ.

Im Grundsatzbeitrag dieser Ausgabe der proJugend beschreiben Dr.'in Nora Gaupp, Dr.'in Claudia Krell, und Philipp Stachowiak (DJI) Lebenssituationen trans*- und gender*diverser Jugendlicher, unterfüttert durch exemplarische Aussagen Betroffener und durch Erkenntnisse aus aktuellen Studienergebnissen. Des Weiteren kommen mit Julia Müller (Pseudonym), Kora Hackl und Jonas Fischer Personen zu Wort, die selbst einen Trans*-Hintergrund haben. In ihren Beiträgen bzw. im Interview geben sie wertvolle Anregungen für Einrichtungen, die sich zu diesem Thema wertschätzend positionieren wollen.
Mit dem vorliegenden Heft wird die Lücke zu den in den Jahren 2017 bzw. 2018 erschienenen proJugend-Ausgaben „Jungs und Sex“ und „Mädchen und Sexualität“ geschlossen. Der Beitrag von Prof.'in Dr.'in Karla Verlinden, Lisa Schneider (LL.M.) und Dr.'in Anne Kaplan ist ein abschließendes Fazit dieser Trilogie und stellt die grundsätzliche Notwendigkeit und Unvermeidbarkeit der Sexuellen Bildung in den Vordergrund.

Die Zeitschrift proJugend 2/2021 ist zum Preis von 3,40 € (zzgl. Porto/Versand)
unter der Artikel-Nr. 41341 direkt zu beziehen bei:
Aktion Jugendschutz, Landesarbeitsstelle Bayern e.V.
Fasaneriestr. 17, 80636 München
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