Logo Aktion Jugendschutz Bayern


Aktion Jugendschutz, Landesarbeitsstelle Bayern e.V.


Suchtprävention Materialien und Projekte
 zur Homepage

Übersicht


"Spielzeugfreier Kindergarten" - Ein Projekt zur Suchtprävention für Kinder und mit Kindern

Spielzeugfreier KindergartenDas Projekt entstand aus der Idee heraus, sich als Ansatz für suchtpräventive Arbeit im Kindergarten mit den alltäglichen Konsumgewohnheiten der Kinder auseinander-zusetzen. Hier lag es nahe, eines der beliebtesten Konsumgüter der Kinder, das Spielzeug, zu nehmen. Spielzeug kann zwar auch die Kreativität fördern, aber viele Kinder lernen schon frühzeitig, daß sich Frustrationen und unbefriedigte Bedürfnisse mit dem Kauf von Spielzeug verdrängen lassen können. Nur lernen sie so nicht, sich mit diesen Bedürfnissen und Frustrationen auseinanderzusetzen. Um Kindern diesen Zeit-Raum und Spiel-Raum zu verschaffen, der ihnen die Auseinandersetzung mit der eigenen Person ermöglicht, wurde für einen Zeitraum von 3 Monaten gemeinsam mit den Kindern das gesamte Spielzeug aus den am Modellprojekt beteiligten Kindergärten herausgenommen.
Die Kinder nutzten den ungewohnten Freiraum, ihre Phantasie und Kreativität auszuleben und somit auch selbstbewußter und selbstsicherer zu werden, was ja ein wichtiges Ziel der Gesundheitsförderung und somit der Suchtprävention ist.
Erschienen sind mittlerweile eine Projektdokumentation, ein Leitfaden zur Projektdurchführung, eine wissenschaftliche Begleitstudie, ein Videofilm, ein Leitfaden für Projektbegleitung sowie ein Elterninfo.

www.spielzeugfreierkindergarten.de


  Materialien zur mädchen- und jungenspezifischen Suchtprävention

laut-stark und hoch-hinaus "laut-stark und hoch-hinaus"
Ideenbuch zur mädchenspezifischen Suchtprävention


Die Publikation "laut-stark und hoch-hinaus" der Aktion Jugendschutz, Landesarbeitsstelle Bayern e.V. schließt eine Lücke in der Präventionsarbeit - zahlreiche Anregungen für Spiele und Aktionen zur suchtpräventiven Arbeit mit Mädchen

Bedingt durch eine geschlechtsspezifische Sozialisation reagieren Mädchen/Frauen in bestimmten Lebenssituationen anders als Jungen/Männer. So konsumieren sie auch spezifische Suchtmittel, die eine jeweils andere Funktion erfüllen als die von Männern bevorzugten Suchtmittel. Ansätze, die diesen geschlechtsspezifischen Aspekt beachten, werden dennoch viel zu selten in der praktischen Suchtprävention umgesetzt. Die Aktion Jugendschutz, Landesarbeitsstelle Bayern e.V. trägt dieser Erkenntnis mit ihrer Broschüre "laut-stark und hoch-hinaus, Ideenbuch zur mädchenspezifischen Suchtprävention" Rechnung und gibt nun allen in diesem Bereich Tätigen ein bisher fehlendes, praxisorientiertes Hilfsmittel zur Hand.
Im ersten, theoretischen Teil der Broschüre wird die Notwendigkeit einer eigenständigen Suchtprävention für Mädchen begründet und deren Konsummuster dargestellt. Im zweiten, umfangreichen Teil der Broschüre steht die praktische Arbeit im Vordergrund. Spiele und Aktionen dienen der Stärkung von Selbstbewußtsein, Förderung von Konfliktfähigkeit, Wahrnehmen und Äußern von Bedürfnissen sowie positivem Körperbewußtsein und stellen damit zentrale Themen mädchen-spezifischer Suchtprävention in den Mittelpunkt. Die vorgestellten Spiele für Mädchen unterschiedlicher Altersgruppen von sechs Jahren aufwärts liefern vor allem Multiplikatorinnen in Jugendarbeit, Jugendhilfe und Schule hilfreiche Anregungen und Ideen, um Mädchen Unterstützung zu bieten.



  ...immer gut drauf? "...immer gut drauf?"
Ideenbuch zur jungenspezifischen Suchtprävention


Neue Ansätze der Suchtprävention fordern die Berücksichtigung geschlechtsspezifischer Merkmale und Lebenslagen. In der Suchtprävention fand gezielte Arbeit mit Jungen bisher kaum statt. Daher werden in dieser Publikation die Notwendigkeit des jungenspezifischen Ansatzes in der Suchtprävention begründet und zahlreiche Anregungen für die Praxis der Primärprävention gegeben.

Ein wesentlicher Schlüssel zum Verständnis für den Ge- und Mißbrauch von Sucht-mitteln durch Jungen ist ihre spezifische Sozialisation. Die Übernahme der männlichen Geschlechtsrolle wird oft begleitet von geschlechtstypischem Risikover-verhalten und charakteristischem Suchtmittelkonsum, um sich der eigenen Männlichkeit zu versichern bzw. diese zu demonstrieren. Jungen konsumieren also nicht nur spezifische Suchtmittel, sie zeigen auch andere Ausgangsmotivationen, sowie qualitativ härtere, intensivere, riskantere, rauschorientierte Konsummuster.
Die Aktion Jugendschutz, Landesarbeitsstelle Bayern, trägt diesen Erkenntnissen Rechnung, indem sie mit dieser Broschüre den Zusammenhang von Erziehung zur Männlichkeit und Suchtverhalten darlegt und darauf aufbauend besonders den männlichen Fachkräften aus Jugendhilfe, Jugendarbeit, Schulen und Beratungsstellen eine praxisorientierte Arbeitshilfe für die Suchtprävention mit Jungen im Alter von ca. 10 bis 18 Jahren zur Verfügung stellt.
Der theoretische Teil der Publikation gibt Auskünfte zu Sozial-, Risiko- und Gesund-heitsverhalten von Jungen, Jungensozialisation, Konzepten der Jungenarbeit sowie geschlechtsspezifischen Aspekten und Konsummustern beim Gebrauch legaler und illegaler Substanzen. Gerade im Identitäts- und Körperkonzept von Jungen besteht die Gefahr, fremdbestimmt zu werden, eigene Befindlichkeiten und Gefühle abzuspalten. Jungen lernen in ihrer Sozialisation, daß sie "immer gut drauf", cool, fit, aktiv, leistungs- und durchsetzungsfähig usw. zu sein haben. Daher verwenden sie Suchtmittel funktional zur Alltags- und Problembewältigung und drücken symbolisch im Suchtmittelkonsum aus, daß sie "ihren Mann stehen", keine Probleme und stets gute Stimmung haben etc.
Schlußfolgerungen für die jungenspezifische Suchtprävention und Kriterien für wirksame Prävention leiten zum zweiten Teil über. Zahlreiche Übungen, Aktivitäten und Spiele geben Impulse und praktische Einstiege an die Hand, um Projekte jungenspezifischer Suchtprävention zu initiieren oder mit einem geschärften Blick einzelne suchtpräventive Bausteine im Arbeitsfeld zu integrieren. Im Mittelpunkt steht hierbei die Förderung von Risikokompetenz, Konflikt- und Kommunikationsfähigkeit, Identität, Selbstwert und Selbstwahrnehmung, Genuß- und Erlebnisfähigkeit, Reflexion von Körper- und Männerbildern sowie der Standfestigkeit von Jungen.


  Materialmappe Suchtprävention

Mappe mit Informationen, Beiträgen und Materialien zu Suchtmitteln, zur Entstehung von Abhängigkeit, zur Prävention und ihrer Umsetzung in verschiedenen pädagogischen Praxisfeldern.

Wer sich näher mit dem Thema Suchtprävention befasst, weiß um den Umfang und die Vielfalt der Fragestellungen, die mit diesem Bereich verbunden sind. Die Aktion Jugendschutz, Landesarbeitsstelle Bayern e.V., bietet mit ihrer Material-mappe zu diesem Themenkomplex eine umfassende Orientierung und Hilfestellung an. Der über 300-seitige Ordner gibt einen Ein- und Überblick in den gesamten Bereich der Sucht-prävention, wobei vor allem Praktiker zu Wort kommen. Um neuen Entwick-lungen und Kenntnissen Rechnung zu tragen, wurde die Materialmappe Suchtprävention neu überarbeitet und 1999 in der 5. Auflage herausgegeben.

In der Einführung werden die Grundgedanken, Ziele und Konzepte der Suchtprävention sowie Ergebnisse der Präventionsforschung dargestellt. Der zweite Teil beinhaltet Informationen zum Suchtmittelkonsum und zur Suchtentstehung. Hier werden Themen wie "Kinder aus suchtkranken Familien", "Ess-Störungen" und "Glücksspielsucht" vertieft, und das Angebot der Suchtkrankenhilfe vorgestellt.

An Hand theoretischer Beiträge wird im dritten Abschnitt Hintergrundwissen zu grundlegenden Fragen in der Suchtprävention vermittelt. Neben mädchen- und jungenspezifischer Suchtprävention wird auch der Themenkomplex "Suchtprävention in der Familie" behandelt.

Einen Schwerpunkt bildet die praktische Umsetzung präventiver Maßnahmen im abschließenden Teil der Mappe. Dabei werden konkrete Möglichkeiten und Modelle innerhalb der institutionalisierten Erziehung (Kindergarten, Grundschule und weiterführende Schulen), der außerschulischen Jugendarbeit und der stationären Jugendhilfe exemplarisch aufgezeigt. Besonders neuere Ansätze wie Peer-to-peer-Projekte und ein "Schüler-Cafe" als Maßnahme zur Suchtprävention bekommen hier Bedeutung. Weitere Beiträge setzen sich mit den Themen "Suchtprävention mit Auszubildenden" und "Kooperation und Vernetzung" auseinander.

Die vorgestellte Materialsammlung verschafft somit einen umfassenden Einblick in das breite Spektrum der Suchtprävention. Zur Vertiefung sind zu verschiedenen Beiträgen auch weiterführende Literaturhinweise angegeben. Als besonders hilfreich erweist sich auch der Anhang der Materialmappe, der u.a. eine Medienliste mit zielgruppenspezifischen Filmvorschlägen und Kurzbeschreibung der jeweiligen Inhalte enthält.


  Sucht geht jeden an - Plakatreihe zur Suchtprävention

Projekte in der Suchtprävention Dieser als Ausstellung konzipierte Plakatsatz besteht aus 18 zwei- bis vierfarbigen Plakaten im Format DIN A 1. Er wurde von der Mobilen Drogenprävention Bayern mit Hilfe eines Plakatwettbewerbs an einer Fachhochschule für Gestaltung erstellt. Die Motive zeigen eine breite Palette ursachen- und bedürfnisorientierer Suchtprävention. Die Plakate sind dabei so vielfältig gestaltet, daß sowohl suchtspezifische Themen (z.B. Konsumsucht) als auch suchtunspezifische Themen (Genuß, mangelnde Kommunikation) angesprochen werden. Ziel dieser Ausstellung ist, daß die Plakate nicht nur betrachtet und somit passiv konsumiert werden, sondern das damit kreativ gearbeitet wird. Anregungen für diese Weiterarbeit sind der Plakatausstellung beigelegt. Der Plakatsatz eignet sich ebenfalls gut für öffentlichkeitswirksame Maßnahmen.


 Seitenanfang